Wie du deinen inneren Kritiker zur Ruhe bringst

Frau entlarvt ihren inneren Kritiker
Der innere Kritiker ist die Stimme in uns, die darauf achtet, dass wir unsere Regeln einhalten. Manchmal sind diese Regeln aber gar nicht mehr aktuell für uns und wir leben ein Leben, das gar nicht mehr zu uns passt.

Lebe ein Leben, das zu dir passt

kannst du dir vorstellen mehr als 36 Stunden ohne 
Schlaf? 
Nein,
ich spreche hier nicht von einer 
durchzechten Nacht, 
morgens Spiegeleier braten 
und dann um 10 Uhr ins Bett 
Miriam Meckel hat's ausprobiert. 
Warum? 
Na ja, ausprobiert ist wohl 
der falsche Ausdruck. 
Sie musste! 
Morgens um 7 Uhr stand 
sie auf und durfte erst 
am nächsten (!) Tag 
nach dem Abendessen ins Bett. 

Miriam Meckel war in einer Klinik
und hat darüber ein Buch 
geschrieben "Brief an mein Leben".
Sie erzählt in dem 
Buch, wie sie die Zeit "ohne Schlaf" 
verbracht hat. Sie versteht selbst 
nicht, warum sie eine ganze Nacht 
und zwei Tage ohne Schlaf verbringen 
soll. 

Kannst du dir das vorstellen? 
Du stehst morgens um 7 Uhr 
auf und verbringst den ganzen Tag 
UND die Nacht mehr oder weniger 
in deinem Zimmer. Hier und da 
ein Spaziergang... 
kein Buch
kein Fernsehen
kein Internet
und natürlich keine sozialen Medien! 

Immer wieder fragt sie sich, warum 
das ganze. Sie hat doch keine Schlafstörungen
und auch keine Depression. Sie ist 
Burnout - Patientin, ist "einfach" nur 
erschöpft und schläft normalerweise wie ein Baby. 

Sie und die anderen Patienten kämpfen sich 
also durch diesen 36 Stunden - Tag. 
Am 2. Abend ist sie völlig fix und fertig. 
Hat Hunger 
und will dann nur noch ins Bett. 
Zum Abendessen gibt es Leberkäse! 
Miriam ist Vegetarierin und achtet sehr 
auf ihre Ernährung. 
Auf einmal hat sie großen Hunger 
auf LEBERKÄSE und isst ihn. 
OHNE schlechtes Gewissen. 
Auch ihre Tischnachbarin verspeist ihn 
mit Genuss. 
Obwohl sie NIE Leberkäse isst, weil
sie ihn nicht verträgt. 
Ihre Tischnachbarin hat am nächsten 
Tag ein mega-schlechtes-Gewissen. 
Warum ist sie umgeknickt? 
Warum ist sie nicht standhaft geblieben. 
Sie fühlt sich, als hätte sie die Prüfung 
nicht bestanden. 

Und hier kommt die Auflösung. 
Hier kommt das Geheimnis des 
Schlafentzugs. 
In einer Reflexionsrunde fragt der 
Therapeut und gibt auch gleich die 
Antwort: 
Warum haben Sie den Leberkäse gegessen. 
Weil ihr innerer Kritiker ausgestellt war. 
Vor lauter Erschöpfung war auch der innere 
Kritiker mal erschöpft und hat Sie das tun 
lassen, 
WONACH IHNEN IN DIESEM MOMENT WAR

Wie oft hörst du auf deinen inneren Kritiker 
und lässt dir das Leben vermiesen? 
Woher kommt er überhaupt, 
dieser unangenehme Genosse? 

Die Evoulution hat sich das gut überlegt: 
Da unser Gehirn soooo lange braucht, 
um völlig auszureifen, brauchen wir jemanden 
(eine höhere Instanz), die uns hilft auf dieser 
Erde zurecht zu kommen. 
Das sind zunächst unsere Eltern, 
später kommen noch andere Bezugspersonen 
dazu: 
Erzieher, 
Lehrer, 
Verwandte, 
Nachbarn... 

Das ist gut, denn ohne sie 
wären wir nicht überlebensfähig. 
Klar oder?! 
Irgendwann kommen wir 
alleine zurecht. Wir ziehen 
aus und übernehmen Verantwortung 
für unser eigenes Leben. 
Dennoch brauchen wir hier, da und 
dort noch ein bisschen Führung, 
ein Frühwarnsystem und jemanden 
der uns in unsere Schranken weist. 

Deinen inneren Glaubenssätzen auf die Spur kommen

Ja, 
und das 
ist dann der INNERE KRITIKER
diese innere Stimme, die dir 
sagt: 
Nein, jetzt keine Schokolade... 
Jetzt musst du aber endlich aufstehen. 
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. 
Das Leben ist nun mal nicht leicht. 
Nur wer in der Schule fleißig ist, wird 
später erfolgreich. 
Du MUSST XYZ essen. 
Wer faul ist, bestraft das Leben. 
Nur der frühe Vogel fängt den Wurm. 
... 

Ja, 
sie hat schon ihren Sinn, 
diese innere Stimme.  
Wo kämen wir denn hin 
ohne unseren inneren Kritiker 
oder ist es vielleicht eine 
Kritikerin??? 

Aber, 
manchmal, 
ja manchmal übertreibt es 
dieser zuweilen unangenehme 
Zeitgenosse. Dann wünschten 
wir, er wäre endlich mal still. 
Dann wünschten wir, wir könnten 
ihn ins Nirwana senden. 

Also auf in den 
Schlafentzug! 
Alkohol hat übrigens 
eine ähnliche Wirkung. 
Aber nein, 
zum Glück geht 
es auch anders. 

Zum Glück gibt es 
neben der harten Tour 
die weiche Tour. 

 

 

Den inneren Kritiker durch Meditation entlarven

Ja, 
Meditation ist ein
wunderbarer Weg: 

1. Den inneren Kritiker überhaupt 
als solchen wahrzunehmen und zu entlarven. 
Vielleicht "hörst" du sogar die Stimmen deiner 
Eltern raus ;-) 
2. Du lernst den inneren Kritiker plappern zu lassen 
und dich NICHT davon beeinflussen zu lassen. 
3. Irgendwann reicht es
dem inneren Kritiker dann 
und er zieht sich (beleidigt) zurück...
Wenn ihm sowieso 
keiner zuhört.... 

Je mehr du im Stress bist, desto mehr frohlockt 
der Typ in deinem Kopf. Dann hat er ein leichtes 
Spiel. Brav machst du, was er dir aufträgt und 
WENN NICHT 
hast du ein mega schlechtes Gewissen. 
"Ziel erreicht!", denkt er sich dann. 

Durch die Meditation lernst du 
AUCH dein schlechtes Gewissen 
zu entlarven. Ja, du lernst überhaupt 
erstmal zu bemerken, dass du dich 
schlecht, klein und schwach fühlst. 
UND DANN
erst dann 
kannst du dich dazu ENTSCHEIDEN, 
dich anders zu fühlen! 
Dich diesem Gefühl nicht mehr 
hinzugeben. 
Loszulassen. 

Kann man das entscheiden? 
Ja man kann. 
Woher ich das weiß? 
Ich bin das beste Beispiel 
und viele meiner Teilnehmer 

 

können das bestätigen. 

Wie stellst du den inneren Kritiker ruhig?

Zunächst ist es wichtig, 

dass du lernst ihn überhaupt 

wahrzunehmen. 

 

Das funktioniert im Stress oder 

wenn du mal eben während 

der Autofahrt nicht. 

 

Also, 

wie kannst du vorgehen. 

Ich schildere dir ein Beispiel: 

 

Barbara fühlt sich ausgelaugt 

und erschöpft. Am liebsten 

würde sie ein Wochenende wegfahren. 

Es wäre so schön. 

Allein der Gedanke lässt sie aufatmen. 

Sogleich ist der innere Kritiker zur 

Stelle: 

So weit fahren! 

Du hast doch noch so viel zu tun. 

Wie willst du das alles schaffen? 

Und denk mal wie teuer das ist. 

Das viele Geld für zwei Tage

Und überhaupt: Willst du alleine

fahren? 

Das geht doch nicht! 

 

Zum Schluss setzt der innere 

Kritiker noch ein "Schlag mich tot"-Argumente 

obendrauf: 

Du kannst dich ja auch hier ausruhen! 

 

Barbara verwirft den Gedanken also wieder. 

Und was hat sie gemacht? Hat 

das Wochenende überwiegend gearbeitet. 

Am Sonntag hat sie sich erlaubt auszuschlafen 

und am Nachmittag ist sie zum Kaffeetrinken 

zu ihren Eltern gefahren. Wirklich erholsam 

war das nicht. 

5 Schritte, um dein Leben zu leben

Der innere Kritiker versucht alles, 

um dich in den bekannten Umständen 

zu halten. Neue Wege mag er gar nicht, 

mal spontan sein oder etwas Gewagtes 

ausprobieren... da findet er ganz schnell 

Wege, dich auf den gewohnten Pfad zu halten. 

 

Was kannst du tun? 

1. Bringe dich in einen entspannten Zustand

Setze dich aufrecht hin. 

Schau, dass dich keiner stört. 

 

2. Du kannst dabei schöne Musik hören. 

Achte darauf, dass du mindestens 

10 Minuten Zeit hast. Höre deinem inneren Kritiker zu. 

Interessant, was er da alles vorzubringen 

weiß. 

 

3. Werde dir der Gefühle bewusst, 

wenn du dieser inneren Stimme zuhörst. 

Wie fühlst du dich? Wo fühlst du es


4. Mache dir bewusst: 
WAS WILLST DU? 
In unserem Beispiel wollte Barbara für ein 
Wochenende wegfahren. Daran sollte 
sie festhalten. Natürlich kann sie die 
Einwände wahrnehmen. ABER sie folgt 
ihnen nicht. 

5. Wie fühlst du dich, wenn du an dein 
Ziel denkst? In unserem Beispiel fühlt 
sich Barbara ganz leicht und voller Freude, 
wenn sie daran denkt, zwei Tage ohne 
Arbeit in einem schönen Hotel zu verbringen. 
Wenn sich der innere Kritiker zu Wort meldet, 
lass ihn plappern. Folge deinem Gefühl. 
Mache das, wo du dich weit und leicht fühlst. 

 

Unter Umständen kannst du ja die Argumente 

berücksichtigen. Barbara könnte ein günstiges 

Hotel nehmen, das nicht so weit weg ist. 

Sie könnte die allerwichtigsten Arbeiten am 

Sonntagabend erledigen. 

Nach einem freien Wochenende wird sie sich 

erholt fühlen und viel mehr Energie haben. 

Die Aufgaben werden ihr viel leichter von 

der Hand gehen. 

 

Außerdem wird Barbara mega stolz auf 

sich sein, dass sie ihren eigenen Bedürfnissen 

gerecht geworden ist. 

 

Und du? 

Du wirst deinem Leben mehr Qualität und 

Farbe geben können, wenn du mehr auf 

deine Bedürfnisse hörst und 

DEIN LEBEN LEBST. 

 

Ich wünsche dir viel Freude bei der Umsetzung. 

Schreibe mir gerne, wenn du dazu eine Frage hast. 

Herzliche Grüße 

Nicole 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0